Tag-Archiv für » Techno «

07 | 08 | 2011

Knörpsen Doll

Geschrieben von um 22:19 Uhr

Das entspannteste Elektronika-Album seit langem. Das Dutzend Tracks liefert die Eckpunkte für einen leicht schwingenden Klangteppich, der auf fluffigen Backingsounds ausgelegt wurde – oder so. Es ist ja nicht immer einfach, ein Musikerlebnis in Worte zu fassen. Die Track-Titel wie “Prognosen Bomm”, “Wupp Dek” oder “Tulpa Ovi” sind auch keine große Hilfe. Sie evozieren nichts; außer vielleicht einem leicht rätselnden Grinsen, weil sie unsere Alltags- und die Privatsprache des Künstlers miteinander verquirlen. Robag Wruhme, der eigentlich ganz anders heißt, ist die eine Hälfte des inzwischen aufgelösten Technoteams Wighnomy Brothers und Gründer des von mir sehr geschätzten Labels Freude am Tanzen. Das spricht für Qualität und tatsächlich, in der Diktion des Herrn Wruhme gesprochen: Das swingt ganz lässig und knörpst ziemlich dolle.

Robag Wruhme – Thora Vukk

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16 | 08 | 2009

Knistern und Brausen

Geschrieben von um 21:37 Uhr

Moritz von Oswald Trio - Vertical Ascent

Knister-Ambient? Frickel-Elektronik? Robotik-Freejazz? Zeitlupen-Dubtechno? Keine Ahnung, wie sich das Genre nennt, aber die 4-Track-EP “Vertical Ascent” des Moritz von Oswald Trios hat mich; vor allem die beiden ziemlich tricky pulsierenden Stücke “Pattern 1″ und “Pattern 3″. Lustig, dass dieses ziemlich anspruchsvolle Elektronikwerk ebenso wie das Album des Hypnotic Brass Ensemble und eine ganze Serie liebevoll in dickes Vinyl geschnittener Moondog-Platten bei Honest Jon erschienen ist. Lustig vor allen Dingen deswegen, weil ich mit dem Britpop des Label-Teilhabers Damon Albarn eigentlich nichts anfangen kann — da sind mir zu viele Gitarren im Spiel.

Moritz von Oswald Trio — Vertical Ascent

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10 | 07 | 2008

Elektronisches Doppel

Geschrieben von um 22:28 Uhr

Lässig vor sich hin groovender Techno; mit federnden Beats, knackigen Klangflächen und fabulösen Arpeggios. Das neue Album “Mango” von Sascha Funke zeigt den Berliner Technogott in Bestform. Funke gehört zu den wenigen Producern, die ein ganzes Album mit organisch wirkenden Klängen abliefern können. Es wird zu keinem Zeitpunkt langweilig und groovt wie die Hölle. Das manchmal leicht melancholisch wirkende Album ist wie geschaffen für diesen Sommer 2008, der uns schon so oft im Stich gelassen hat.

Ein wenig erinnert mich “Mango” an das Album “Late Bloomers” von Guy Gerber. Während einer sehr arbeitsreichen Phase im letzten Jahr erfreute es mein Hirn via Kopfhörer, beinahe in Endlosschleife. Gerber bietet einen locker swingenden, von Deep House und Ambient beeinflussten, intelligent arrangierten Klangteppich. Kein ass-kickendes Geballer, kein Konzentration forderndes Gefrickel — einfach genau die richtige Platte zur Zeit.

Sascha Funke – Mango
Guy Gerber – Late Bloomers

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