Tag-Archiv für » Helden «

21 | 01 | 2010

Helden von früher: Wayne Horvitz

Geschrieben von um 0:11 Uhr

Es ist Pfingsten 1987. Die Tage sind heiß und sonnig. Doch jetzt, am Montag, gegen zehn Uhr, ist es noch recht angenehm im Freizeitpark Moers, dem Schauplatz des New Jazz Festivals. Wie jeden Morgen besuche ich die Projekte in der Musikschule. Ich muss nicht sehr weit gehen, mein Schlafplatz ist auf einer Turnmatte in der Sporthalle des Gymnasiums neben dem Festivalgelände. Mein Ziel ist das “New York Composers Project”, auf dem einige meiner Lieblingsmusiker spielen — die Pianisten Robin Holcomb und Wayne Horvitz, der Posaunist Jim Staely, der Bassist David Hofstra und der Drummer Robert Previte. weiterlesen

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27 | 10 | 2009

Helden von früher: Pat Metheny

Geschrieben von um 19:12 Uhr

Pat Metheny - Offramp

Köln an einem klaren, trockenen Winterabend Ende 1982. Wir sind zu viert: Jule, Belana, Adrian und ich. Wir wollen erst ins Kino und dann auf die Ringe. Der Citroën kommt nur langsam vorwärts und zockelt gemächlich über die Zoobrücke. Es ist halb acht Uhr abends an einem Samstag, es ist dichter Verkehr. Andere Wagen mit anderen Leuten aus anderen Kleinstädten und Dörfern begleiten uns. Wie von Schienen geführt rollen wir in die große Stadt. Köln glitzert; mehr als sonst, denn viele Straßen und Gebäude sind weihnachtlich erleuchtet. Der Wagen hinter uns strahlt grell in unseren hinein. Er hat es eilig. Bald werden wir ankommen. weiterlesen

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21 | 06 | 2009

Helden von früher: Chick Corea

Geschrieben von um 20:57 Uhr

“Some time ago I had a dream.” Es ist Herbst 1979. Ich bin 16, habe gerade meine Ausbildung angefangen und das erste selbstverdiente Geld auf meinem ersten eigenen Girokonto. Bisher habe ich vorwiegend Progressive Rock gehört — eine krude Mischung aus Alan Parsons Project, Barclay James Harvest, Genesis, Jethro Tull, Manfred Mann, Pink Floyd und Supertramp. Doch nun will ich Neues ausprobieren. Damien, der ältere Bruder meines engsten Freundes Valerian, ist Pianist und hört viel Jazz und Funk. Ich bewundere Damien. Er bewegt sich mit einer lässigen Eleganz durch das Leben, die mir vollkommen fehlt. Also beschließe ich, Jazz zu hören. Guten Jazz. weiterlesen

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12 | 07 | 2008

Helden von früher: John Zorn

Geschrieben von um 22:42 Uhr

John Zorn hatte ich für lange Zeit vom musikalischen Radar verloren. Nach viel zu vielen Japan-Trashpunk-Platten mit Bondage-Coverart war er in einer anderen Dimension gestrandet und selbst meine Langstrecken-Soundscanner konnten ihn nicht mehr erfassen. Dann sah ich diese Platte mit dem skurrilen Kindercomic-Cover — und siehe da: John Zorn, wie ich ihn mag. Eine It’s-only-Jazz-but-we-like-it-Platte, ein spielfreudiges Album mit einem deutlich experimentellen Charakter, das aber nicht im Klangsolipsismus verläppert, sondern jederzeit zum Hier und Jetzt aufschließen kann. Die Platte für Vornedran, Nebenbei, Hinterher und Stattdessen.

John Zorn – The Dreamers

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12 | 07 | 2008

Helden von früher: Marc Ribot

Geschrieben von um 21:54 Uhr

Ein altes Lieblingsstück von mir ist “Yo, I killed your God” von Marc Ribot & The Rootless Cosmopolitans vom 1992er Album “Requiem for What’s His Name”. Vor einiger Zeit ist mir der Titel wieder in den Sinn gekommen. Ich habe ihn als MP3 kodiert und dann zusammen mit einem Riesenhaufen Partisanjazz (Playlist) auf den Player meiner 16jährigen Patentochter kopiert — mehr als 50 für mich bedeutungsvolle Stücke; ein Riesenbrocken digitalisierter Vergangenheit und Gegenwart. weiterlesen

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