Jazz, Postjazz & mehr

09 | 08 | 2010

Hochspannungsgleichstromjazz

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Es gibt diese besonderen Momente auf Jazzkonzerten. Dann legt sich eine eigentümliche Stille über das Publikum und die Musiker. Nur noch die Musik erklingt, weder Hintergrundgeräusche noch das Klackern der Bierflaschen, weder aufgeregtes Gekicher noch zustimmende Rufe sind zu hören. Sogar das Gemurmel der Freaks, die ihren Nachbarn ungefragt erklären, welcher Musiker mit welchen anderen Musikern auf welcher Platte zusammengespielt hat, verschwindet wie das langsam verebbende Rauschen einer Maschine, der man den Strom abdreht. Für die paar Dutzend oder paar 100 Leute existiert ausschließlich Musik.  In solchen Momenten spielen die Musiker wie unter Hochspannung. Die Musik scheint lauter zu werden, deutlicher zu klingen, den Körper ganz einzuhüllen. Sie ist jetzt ein Universum kurz vor dem Urknall: Gefüllt mit unendlich viel Energie, aber gleichzeitig vollkommen ruhig, zurückgenommen, in sich verschlossen. Und dann plötzlich

Lloyd Miller & The Heliocentrics- Electricone by Strut

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